Die mallorquinische Erdtomate

Von Aquaponisten|30. Dezember 2017|Ernten, Kompaktanlage|1 Kommentare

Keimende Toamtensamen unter dem Growlight

Keimende Toamtensamen unter dem Growlight

Die Aquaponisten haben seit einigen Monaten die Überarbeitung der Pilotanlage im Kopf. EngineIngmar macht sich dabei vor allem Gedanken über eine Neukonstruktion der Pilotanlage und über Konzepte einer platzsparenden Bepflanzung. Der Basilikum wuchs zwar anfänglich sehr gut,  hat aber mit zunehmender Wuchshöhe Substanz eingebüßt und ist dann eingegangen. Die sehr guten Erfahrungen mit dem Gemüse aus der aus der Gartenanlage wollen wir nun mit Tomatenpflanzen in der Pilotanlage nutzen.

Im Juli 2017 haben wir auf Mallorca zufällig eine uns bisher unbekannte Tomatenart entdeckt. Sie wuchs im Garten von engineIngmars Schwiegervater bodendeckend zwischen typischen hochwachsenden Tomatenpflanzen. Die Pflanzen waren ca. 20 cm hoch und trugen aromatisch-süße Kirschtomaten mit wenig Säure. Die Pflege dieser Buschtomaten ist nicht aufwändig. Ausgeizen oder Hochbinden sind bei dieser Tomatenart nicht notwendig. Es ist aber wichtig, dass die Buschtomaten keiner Staunässe ausgesetzt sind, da die Früchte sonst verderben. Weiterführtende Informationen zu den Buchtomaten sind auf der Website Tomatengewächshaus zusammengefasst.

Nach unseren Erfahrungen in diesem Jahr, sollte sich diese Tomatenart also gut für die Pilotanlage eigenen. Besonders die geringe Wuchshöhe ist bei den begrenzten Platzverhältnissen einer Aquaponikanlage und der vorwiegend von oben wirkenden Beleuchtung von Vorteil.

Die mallorquinische Erdtomate aus dem Samen heraus ziehen

Im August ließen wir uns also ein paar Früchte der „mallorquinischen Erdtomate“ (so nannte sie engineIngmars Schwiegervater und so wird sie auch bei uns heißen, bis wir die Sorte genau bestimmt haben) aus Mallorca einfliegen. Da wir noch keine Erfahrungen im Gewinnen von Tomatensamen hatten, präperrierten wir die Samen nach der Beschreibung von jbfblog und ließen die Samen über drei Monate in einer Rolle aus Küchenpapier in der Speisekammer trocknen. Durch das Trocknen auf Küchenpapier, konnten wir Schimmel vermeiden und die Samen leichter einpflanzen. Auch beim Setzen der Tomatenpflanzen nahmen wir den Rat von jbfblog an (hier geht`s zum entsprechenden Tutorial). Wir setzten die Samen in Kunststoffbecher mit transparenten Deckeln und stellten sie unter das Growlight der Pilotanlage.

Es war erstaunlich. Nach nur 5 Tagen keimten die Samen und nach 5 weiteren Tagen waren die Keimblätter zu sehen. Bereits 2 Wochen nach dem Einsetzen der Samen waren die ersten echten Blätter erkennbar. Die Wirkung des Growlights beeindruckte uns wirklich sehr. Wir lassen die kleinen Pflänzchen jetzt noch einige Zeit in den unabgedeckten Bechern und werden sie dann in Pikierschalen umsetzen.

Ihr seht also, wir schöpfen aus unseren Erfahrungen des Jahres 2017 und werden das Projekt auch 2018 vorantreiben.

In Gedenken an Peter Hoppe.

 

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